Networking: Wie es richtig funktioniert

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Netzwerken ist essenziell für die eigene Karriere. Wo und wie Sie die “richtigen” Kontakte knüpfen und was Sie von Networking-Profis noch lernen können.

Wer beruflich weiterkommen will, der kommt am Netzwerken nicht vorbei. Denn auf tragfähige Seilschaften kann heutzutage kaum jemand verzichten. Aber wie entwickeln sich Beziehungen zu den “richtigen” Leuten? Auf jeden Fall nicht von selbst. Networking ist Arbeit. Sich ein funktionierendes Netzwerk aufzubauen kann dauern. Kaum jemand aber hat Zeit, um von einem Event zum nächsten zu pilgern. Wählen Sie daher gezielt aus und beantworten Sie folgende Fragen für sich selbst:

  • Wer ist für mich wichtig?
  • Für wen kann ich wertvoll sein?
  • Wem kann ich etwas anbieten?
  • Und wo finde ich diese Menschen?

Warum erweitertes Networking wichtig ist

Wer erfolgreich kontakten will, muss andere Menschen mögen und auch gerne mit ihnen zu tun haben. Aber Vorsicht: Kontakte aufbauen ist nicht zu verwechseln mit Freundschaften knüpfen. Denn was bei Letztgenanntem essenziell, kann beim Networking hinderlich sein: Sympathie. Sich nur mit Menschen zu vernetzen, die einem sympathisch und ähnlich sind, schränkt ein und ist deshalb ein No-Go. Vor allem Frauen tendieren dazu, sich Netzwerke zu bauen, in denen alle gut miteinander auskommen.

Tragfähige und machtvolle Seilschaften zeichnen sich aber insbesondere durch Diversität aus. Denn je unterschiedlicher die Mitglieder eines Netzwerkes, desto mehr Ressourcen können sie aktivieren und desto nützlicher füreinander sein. Sich mit Menschen aus der eigenen Branche und der gleichen Hierarchieebene zu vernetzen ist wichtig und richtig, und es ist ein guter Start für Networking-Einsteiger. Aber wenn Sie beruflich aufsteigen wollen, dann sollten Sie Ihr Netzwerk um Personen erweitern, die schon dort sind, wo Sie hinwollen. Denn diese besitzen viel Erfahrung und auch Insiderwissen, was für Sie hilfreich sein könnte.

Tipps fürs Networking: Von Profis lernen

Aller Anfang ist schwer, und nicht jeder ist der geborene Networker. Aber Netzwerken lässt sich lernen.

Die fünf Merkmale guter Netzwerker und Netzwerkerinnen:

  1. Sie verstehen es, zu geben und zu nehmen.
  2. Sie hören gut und aufmerksam zu und beherrschen die Kunst des Fragenstellens.
  3. Sie stellen andere Leute einander vor.
  4. Sie können Muster brechen und überraschen.
  5. Sie erzählen nicht nur von Erfolgen, sondern auch von Fehlschlägen und was sie daraus gelernt haben (das macht sie menschlich!). 

Wo netzwerken? Auch abseits von Business-Events!

Erfolgreiches Networking funktioniert nicht nur beim Business-Event. Ein Tipp: Kontakte lassen sich hervorragend rund um die eigenen Leidenschaften und Hobbys aufbauen. Gehen Sie daher nicht nur zu beruflichen Pflichtveranstaltungen. Besuchen Sie regelmäßig Events und Orte, von denen Sie inspiriert werden und die Sie mit Energie aufladen.

Setzen Sie sich zum Beispiel für etwas ein, das Ihnen wirklich wichtig ist. Egal ob es der Erhalt der Gemeindebibliothek oder das Fußballtraining der Nachwuchskicker ist. Das bringt zwar keinen direkten Business-Impact, aber es verschafft Ihnen Reputation. Und zwar deshalb, weil Sie Ihre Werte und Einstellungen demonstrieren und sich damit als Mensch positionieren. (jfc)

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