Professur für Recht und Digitalisierung

Universität Graz
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Institut für Rechtswissenschaftliche Grundlagen
Rechtswissenschaftliche Fakultät

Professur für Recht und Digitalisierung

  • Bewerbungsfrist: 22.04.2026
  • Verwendungsgruppe: A1
  • Stellenprofil: § 99 (1) UG - Praxisprofessur
  • Dienstbeginn: Oktober 2026
  • Wochenstunden: 10 h/W
  • Anstellungsdauer: Befristet
  • Befristung: 4 Jahre

Stellenbeschreibung

Gegenstand der Professur sind – ausgehend von den normativen Grundlagen – die mit der Digitalen Transformation und "Emerging Technologies“ verbundenen Rechtsthemen, die sowohl den Studierenden zu vermitteln sind, als auch den Gegenstand der Forschung darstellen. Besonderes Augenmerk soll im Sinne eines kontinuierlichen Austauschs zwischen Theorie und Praxis auf die Umsetzung der sich daraus ergebenden rechtlichen Anforderungen gelegt werden.


Die Professur ist als Praxisprofessur konzipiert und fokussiert auf die berufliche Handlungspraxis an der Schnittstelle von Recht und Informationstechnologie. Im Zentrum stehen praxisorientierte Entscheidungs-, Argumentations- und Strategieprozesse im materiellen und formellen Recht, die insbesondere durch fallbasierte oder simulationsgestützte Lehrformate in konkreten Anwendungskontexten vermittelt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem professionellen Einsatz digitaler juristischer Werkzeuge. Ziel ist es, deren sinnvolle und verantwortungsvolle Nutzung im juristischen Berufsalltag zu vermitteln und in Lehre wie Forschung – unter Berücksichtigung der relevanten rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen – anschaulich zu vermitteln. Durch diesen unmittelbaren Bezug zu den Herausforderungen der juristischen Praxis im Zusammenhang mit dem Umgang mit neuen Technologien sowie mit der Umsetzung der rechtlichen Anforderung in technischen Systemen, insbesondere Legal Technology, soll die Forschungstätigkeit am Fachbereich Recht und IT des Instituts für Rechtswissenschaftliche Grundlagen angeregt, gefördert und vorangetrieben werden. Dies umfasst neben der einschlägigen Lehrtätigkeit und der Beurteilung von Prüfungen insbesondere auch die Betreuung von Abschlussarbeiten und die Mitwirkung an Projekten des Fachbereiches sowie an fakultären Forschungsnetzwerken und am universitären Profilbereich "Smart Regulation“.

Anstellungserfordernisse

  • Eine der Verwendung entsprechende abgeschlossene inländische oder gleichwertige ausländische Hochschulbildung (Doktorat oder PhD)
  • Hervorragende wissenschaftliche Qualifikation in Forschung und Lehre für das zu besetzende Fach sowie langjährige facheinschlägige außeruniversitäre Praxis (in Relation zum akademischen Alter und zu Unterbrechungen in der Erwerbstätigkeit aufgrund von Betreuungspflichten)
  • Kompetenz in Gender Mainstreaming und Diversitätsmanagement
  • Kompetenz in Hochschuldidaktik und online-Lehre
  • Management- und Führungserfahrung
  • Gute Deutsch- und Englischkenntnisse

Darüber hinaus erwarten wir hohe persönliche Motivation zu wissenschaftlicher Exzellenz in Forschung und Lehre, eine verantwortungsbewusste Arbeitsweise sowie die Fähigkeit zur Zusammenarbeit in Forschungsteams und zur Inspiration von Kolleg:innen und Studierenden. Freude an der Arbeit mit Menschen in einem interdisziplinären und international orientierten Umfeld setzen wir ebenso voraus wie wissenschaftliche Integrität und Problemlösungsfähigkeit.

Wir bieten Ihnen eine abwechslungsreiche und eigenverantwortliche Tätigkeit. Es erwarten Sie ein angenehmes Arbeitsklima, flexible Arbeitszeiten sowie zahlreiche Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Nutzen Sie die Chance für den Einstieg in ein herausforderndes Arbeitsumfeld, geprägt von Teamgeist und Freude am Job.


Das kollektivvertragliche Mindestentgelt gemäß der angegebenen Einstufung beträgt € 23.496,55 brutto/Jahr. Ein allfälliges höheres Gehalt kann zum Gegenstand von Verhandlungen gemacht werden.

Bewerbungsunterlagen

  • Bewerbungsschreiben
  • Lebenslauf mit Beschreibung des wissenschaftlichen Werdegangs
  • Publikationsverzeichnis, nummeriert, mit vollständigen bibliographischen Angaben, geordnet nach
    • Monographien
    • (mit-)herausgegebene Bände
    • Zeitschriftenartikel
    • Sonstiges
  • Darstellung der bisher abgehaltenen Lehre
  • Liste der bisherigen Forschungsprojekte und Kooperationen
  • Beschreibung der zukünftigen Forschungsabsichten
  • Nennung Ihrer fünf wichtigsten Publikationen

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen in deutscher oder englischer Sprache ein.

Über uns

An der Universität Graz arbeiten Forscher:innen und Studierende in einem breiten fachlichen Spektrum an Lösungen für die Welt von morgen. Unsere Wissenschafter:innen entwickeln Strategien, um den aktuellen Herausforderungen der Gesellschaft zu begegnen. Die Universität Graz bekennt sich zur Leistungsorientierung, fördert Karrierewege und bietet mehrfach ausgezeichnete Rahmenbedingungen für gesellschaftliche Diversität in einer zeitgemäßen Arbeitswelt – unter dem Motto: We work for tomorrow. Werden Sie Teil davon!


Das Institut für Rechtswissenschaftliche Grundlagen besteht aus sechs Fachbereichen: Römisches Recht – Rechtsgeschichte und Europäische Rechtsentwicklung – Rechtsphilosophie – Rechtssoziologie, Rechtspolitik, Verhandlungs- und Mediationsforschung – Recht und IT – Global Governance. Mit dieser Vielfalt wollen wir unserem Anspruch gerecht werden, aus der Vergangenheit zu lernen, um die Herausforderungen der Gegenwart, aber auch der Zukunft besser zu verstehen. Wir verfolgen nicht nur die österreichischen, sondern auch die europäischen und globalen Rechtsentwicklungen, verknüpfen Rechtstraditionen mit Rechtsneuerungen und forschen zu Genderdimensionen des Rechts, Konfliktdynamiken und Friedensbedingungen im Interpersonellen und Internationalen. In diesem Sinne vermitteln wir den Studierenden umfassendes Wissen rechtswissenschaftlicher Grundlagen nicht nur für ihr weiteres Studium, sondern auch für ihre zukünftige Tätigkeit als Jurist:innen.

Kontakt

Univ.-Prof. Mag. Dr. Anita Ziegerhofer (anita.ziegerhofer@uni-graz.at)


Webseite des Instituts

Die Universität Graz strebt eine Erhöhung des Frauenanteils insbesondere in Leitungsfunktionen an und fordert daher qualifizierte Frauen ausdrücklich zur Bewerbung auf. Bei gleicher Qualifikation werden Frauen vorrangig aufgenommen.


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