Was Fitnesstrainerinnen und Fitnesstrainer verdienen

Fitnesstrainer bei der Arbeit
Foto: iStock/South_agency

Im aktuellen Fitness-Boom geraten sie stark in den Fokus. Aber wie viel verdient man als Fitnesstrainer eigentlich?

Auch wenn durch Gesundheits- und Fitnessapps jeder zum eigenen Trainer werden kann, kommen auch professionelle Trainer nicht aus der Mode. Ihre Tätigkeiten haben sich dabei über die Jahre erweitert – aktuell liegen zum Beispiel HIIT (High Intensity Interval Training) oder Bodyweight Training im Trend. Was sind die Aufgaben von Fitnesstrainern?

Aufgabenbereich von Fitnesstrainern

Zunächst: Fitnesstrainer leiten Sportkurse, arbeiten als Personal Trainer oder betreuen Kunden im Fitnessstudio. Sie stellen individuelle Trainingsprogramme zusammen, beraten bei der Auswahl von Trainingsgeräten und in Sachen gesunder Ernährung. Fallweise verkaufen sie auch Trainingskleidung und -zubehör oder Sportnahrung. Im Fitnessstudio sind Trainer außerdem auch für die Verwaltung von Kundenkarteien und das Ausstellen von Mitgliedschaften zuständig.

Bekämpfer des inneren Schweinehunds

Dabei wichtig ist natürlich die eigene Fitness und die Freude an Bewegung. Zudem müssen sie andere Menschen gut motivieren können und auch mit missmutigen Kunden gut zurechtkommen. Sie sind es, die den Menschen den inneren Schweinehund austreiben sollen. Kenntnisse in Anatomie und Physiologie sind wichtig, um Verletzungen oder falsche Belastungen zu vermeiden. Auch mit gesunder Ernährung und diversen Diäten sollten sich Fitnesstrainer auskennen.

Wie wird man Fitnesstrainer?

Für den Bereich Fitnesstraining gibt es eine Vielzahl an Ausbildungen, zum Beispiel den Lehrberuf “Fitnessbetreuer” oder die Ausbildungen zum “staatlich geprüften Instruktor”. Daneben gibt es zahlreiche private Weiterbildungsinstitutionen. Vorteilhaft ist allerdings eine Grundausbildung in den Bereichen Sport, Gesundheit, Psychologie oder Ernährungswissenschaft.

Selbstständig vs. Angestellt

Meistens sind Fitnesstrainer in Fitnesstudios oder Sportclubs angestellt. Auch Therapiezentren oder touristische Einrichtungen bieten Beschäftigungs- und teilweise auch Ausbildungsmöglichkeiten. Um sich selbständig zu machen, beispielsweise als Personal Trainer, benötigen Fitnesstrainer die B-Lizenz im Fitnesstraining. Mit der A-Lizenz können sie zudem Leistungssportler betreuen. Je nach Anbieter und Dauer können die verschiedenen Ausbildungskurse zwischen 300 und 3000 Euro kosten.

Die Verdienstmöglichkeiten selbstständiger Trainer hängen stark von deren Verhandlungsgeschick und der Zufriedenheit ihrer Kunden ab. Die Gründung eines eigenen Fitnesscenters ist wegen der Konkurrenz am hart umkämpften Sportmarkt zunehmend schwieriger geworden. Mögliche Zukunftsmärkte sind neben Personal Training beispielsweise auch betriebliche Gesundheitsförderung oder Projektbüros für Sportentwicklung, die bei der Gestaltung von Studios und Sporthallen beraten.

Flache Gehaltskurve

Im Angestelltenverhältnis verdient ein Fitnesstrainer zu Beginn zwischen 18.600 und 21.900 Euro brutto pro Jahr. Nach drei bis fünf Jahren Berufserfahrung liegt das übliche Gehalt meist zwischen 23.200 und 25.000 Euro. Nach etwa zehn Dienstjahren kann ein angestellter Fitnesstrainer mit einem Einkommen von durchschnittlich 26.700 Euro brutto pro Jahr rechnen. 


Conrad Pramböck ist internationaler Gehaltsexperte und Geschäftsführer von Upstyle Consulting. Er berät Unternehmen seit über 20 Jahren zum Thema Gehalt.


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