Was Kfz-Mechanikerinnen und Kfz-Mechaniker verdienen

Die Ausbildung dauert vier Jahre. Nach dem Lehrabschluss verdienen Facharbeiter meist zwischen 28.500 und 31.200 Euro jährlich.

Im Reparatur- und Servicebetrieb stellen Kraftfahrzeugtechniker Fehler und Schäden an Kraftfahrzeugen fest und führen die erforderlichen Reparaturen durch. Mithilfe von Messgeräten und computerunterstützten Diagnoseverfahren grenzen sie schwierig zu erkennende Defekte an verschiedenen Prüfständen ein. In zunehmendem Maße diagnostizieren und beheben sie Fehler im elektronischen Bereich.

Weiters führen sie das Service und die Wartung der Kraftfahrzeuge nach den entsprechenden Wartungsintervallen durch, insbesondere auch die gesetzlich vorgeschriebene Verkehrs- und Betriebssicherheitsüberprüfung inklusive Abgastest, auch bekannt als Pickerlüberprüfung.

Zuverlässigkeit und Genauigkeit nötig

Zuverlässigkeit und Genauigkeit sind in diesem Beruf besonders wichtig. Das Heben und Tragen von schweren Lasten, ständiges Stehen sowie Schmutz- und Lärmbelastung sind vor allem körperlich anstrengend. Auswärtige Montageeinsätze – in der Regel Reparaturarbeiten an Lkw und Bussen, die von Großbetrieben betreut werden – muss ein Kfz-Mechaniker bei jeder Witterung durchführen.

Kraftfahrzeugtechniker arbeiten vorwiegend in gewerblichen Kraftfahrzeugwerkstätten. Ein kleinerer Teil findet in Großbetrieben der Kraftfahrzeugindustrie oder deren Zulieferbetrieben, in Werkstätten von Verkehrsunternehmen wie etwa Bahn oder Post, aber auch in Serviceeinrichtungen großer Kraftfahrerorganisationen Beschäftigung. Fortbildungen und Spezifikationen, wie etwa verschiedene Typenschulungen, finanzieren meist die Unternehmen.

Um sich selbstständig zu machen, kann ein Mechaniker entweder mit Gewerbeschein eine Ölwechselfirma eröffnen oder er macht den Werksmeister bzw. die gewerbliche Meisterschule.

Einstiegsgehalt

Die Lehre zum Kfz-Mechaniker dauert vier Jahre, wobei ein Lehrling im ersten Jahr durchschnittlich 9.800 Euro verdient, im zweiten 12.900 Euro, im dritten rund 17.000 Euro und im vierten Jahr etwa 22.400 Euro brutto pro Jahr. Die Gehälter orientieren sich in der Branche auch nach der Lehrabschlussprüfung stark am Kollektivvertrag.

Nach dem Lehrabschluss verdienen Facharbeiter meist zwischen 28.500 und 31.200 Euro jährlich. Wenn sie eine mittlere oder höhere Schule abgeschlossen haben, können sie mit Einstiegsgehältern zwischen 32.400 und 35.800 Euro brutto pro Jahr rechnen. Ein einfacher Mechaniker verdient nach fünf bis zehn Dienstjahren im Schnitt 39.800 Euro brutto. Werkstättenleiter verdienen meist im Bereich zwischen 42.000 und 48.000 Euro brutto pro Jahr.


Conrad Pramböck ist internationaler Gehaltsexperte und Geschäftsführer von Upstyle Consulting. Er berät Unternehmen seit über 20 Jahren zum Thema Gehalt.


Zum Thema:

Tipps für die Bewerbung: